Viele Design-Manuals sehen vor, dass bei Imagepräsentationen komplette Logos oder Signets auf austauschbaren Fotos stehen, also über dem Foto »schweben«. Doch das ist in PowerPoint nicht ohne weiteres gestaltungssicher machbar. Setzt man das Logo auf der Folie ein, so ist es nicht geschützt und kann unabsichtlich skaliert, verschoben oder verzerrt werden. Ein Festsetzen ist zwar möglich, erfordert dann aber einen Copy/Paste-Workflow, der nicht immer mit optimaler Templateverwaltung harmoniert.
Setzt man das Logo auf dem Folienmaster ein, kann es aber nicht auf dem Bild liegen, denn feste Elemente auf dem Folienmaster liegen immer unter den Platzhaltern, die man für die Austauschfunktionalität benötigt.
Ich setze regelmäßig folgenden Workaround ein:
1. Ich erstelle einen Platzhalter auf dem entsprechenden Folienlayout des Folienmasters. Üblicherweise wähle ich einen Textplatzhalter und formatiere den Text als »transparent«, denn der Platzhalter soll nur das Logo tragen und keine Inhalte bekommen.
2. Den Platzhalter positioniere ich genau an der Stelle, wo das Logo stehen soll, genau in der Größe des Logos.
3. Dem Platzhalter weise ich dann das Logo als Bildfüllung zu.
4. Das Logo steht so in einem flexiblen Platzhalter und kann daher auch in der Präsentation über einem anderen Platzhalter schweben.
5. Der Platzhalter ist zwar flexibel und kann wie eine ungeschützte Grafik manipuliert werden, aber er unterliegt dem PowerPoint-Designschutz, über »Folie zurücksetzen« kann das Logo also wieder cd-gerecht formatiert werden.
Aber Achtung, der Workaround hat zwei kleinen Einschränkungen:
1. Gegen absichtliches Verzerren und Ändern des Logos hilft er nicht, ein Platzhalter ist immer frei bearbeitbar. Der Anwender muss also für diesen Workaround sensibilisiert sein.
2. Der Platzhalter wird durch eine gestrichelte Linie als »leer« im Arbeitsmodus gekennzeichnet, die Linie ist aber im Präsentationsmodus nicht sichtbar.
