Dynamisches Design in Word, Excel, PowerPoint?

Im Web-Design ist »responsive« – also dynamisches Design – längst State-of-the-art.
Mit der Dynamik von Design bei Office-Anwendungen wird der Benutzer aber oft allein gelassen. Wenn überhaupt in einem CD-Manual auch die Vorgaben für einen Brief, eine Präsentation, eine Rechnung oder eine Dokumentation definiert werden, wird hier meistens nur ein »best-case-scenario« bedacht.

Der Designer liefert hier aber nur ein »Halbfertigprodukt« das vom User noch mit Leben, also Inhalten, gefüllt wird. Wie die Office-Gestaltung dann auf unterschiedliche Inhalte reagieren solle wird in (meist statischen) Printlayouts nicht kommuniziert. Das eine zweite Seite bei einem Briefbogen anders aufgebaut ist als die erste (Adressfeld nicht nötig, Kontaktdaten entfallen, Logo vielleicht anders platziert), ist den meisten Designer noch aus analoger Vorzeit bewusst, aber was macht der Benutzer wenn:

  1. in PowerPoint die Headline eine zweite Zeile benötigt?
  2. in Excel eine Tabelle über mehrere Seiten ohne Kopfzeile unübersichtlich wird?
  3. in komplexen, mehrere-hundert-seiten-starken Word-Dokumenten zählende Überschriften, Listenebenen und Verzeichnisse automatisch funktionieren sollen?

Selbst wenn der Nutzer das benötigte Officewissen hat, so fehlt ihm das Gestaltungs-Know-how um sich aus einem Layout die benötigten Interpolationen selbst erarbeiten zu können.

Deswegen

Ich empfehle bei Gestaltung für Office-Anwendungen für jedes Layout mindestens zwei, besser drei Zustände anzulegen: minimale, optimale, maximale Textmenge (bzw. Bildgröße/anzahl, Flächenproportionen, Diagrammfarben, …).
Im Optimalfall werden Templates dann so programmiert, dass die Designparameter automatisch zugewiesen werden und der Office-User sich allein auf die Inhalte konzentrieren kann.

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